Volkers und Tinas Reiseblog - Reisewut

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Heute ging es in die Nähe von Reykholt - nach Fossatún

Herausgegeben von Tina in Nach Ísafjörður · 15/5/2015 22:21:19
Tags: Island2015ReykholtHraunfossar

Snorri Sturluson war ein isländischer Skalde (Dichter), Politiker und Historiker. Er wurde 1179 geboren und starb 1241 in Reykholt. Da waren wir heute.

Der Ort ist winzig, aber dort ist ein Becken, sozusagen ein Hot Pot, der schon von Snorri Sturluson benutzt wurde und der über eine wenige Meter entfernte heiße Quelle gespeist wird.

Heute war er nur 15 Grad warm, aber wenn der Zufluss geöffnet wird, dann wird es schön heiß. Das werden wir im Sommer mal probieren.

Noch ist erkennbar Vorsaison und das hat auch Vorteile: Der Pfarrer der Kirche, die im gleichen Gebäudekomplex ist wie eine Ausstellung zu Snorri Sturluson, hat uns bestimmt eine Stunde lang viel über die Geschichte Islands, über Beziehungen zu Norwegen, Deutschland (Bremen und Hamburg), Schweden, Dänemark und England erzählt. Er hat für uns aus den alten Sagen auf altisländisch zitiert und ausführlich und mit Worterklärungen übersetzt. War wirklich toll, das gibt es in der Hauptsaison so wohl kaum.

Immer wieder schön sind auch die Lämmer, die jetzt alle geboren sind oder gerade werden. Süßes Baby-Schaf-Geblöke und neugierig sind sie auch. Hier eine kleine Lämmer-Collage:



Das hier sind die Hraunfossar. Hraun bedeutet Lavafeld und genau das ist es auch, aus dem die ganzen Wasserfälle, die Fossar, raussprudeln:














Wie das auf island so ist, das wisst Ihr ja sicher, ist an manchen Stellen das heiße Erdinnere ganz nah an der Oberfläche, daher die heißen Quellen, Geysire, dampfenden Stellen. Hier am Rand unseres Weges ein dampfender heißer Bach.













Heute übernachten wir direkt beim Trollfall - Tröllfoss auf Isländisch. Sehr schön, und wir können sie direkt aus dem Fenster sehen. Hier ein Foto direkt von dort.
















Der Eigentümer hat ein Buch mit einer Trollgeschichte geschrieben und hat Szenen daraus auf dem Grundstück gestaltet. Und damit Ihr auch glaubt, dass wir wirklich auf Island sind, hier zwei Bilder, auf denen wir auch mal sind.














Und: nein, der Kessel ist nicht der Hot Pot, von dem ich oben sprach.



















Und weiter bis Selfoss

Herausgegeben von Tina in Nach Ísafjörður · 14/5/2015 22:27:10
Tags: Island2015JökulsárlónBreiðamerkurjökullSkógafossSeljalandsfossUrriðafoss

Heute hatten wir eine recht lange Reiseetappe, bis nach Selfoss. Zunächst war es zwar bedeckt, aber noch trocken. Auf diesem ersten Teil der Reise kamen wir am Jökulsárlón vorbei, das ist ein großer See am Fuß des Gletschers Breiðamerkurjökull.











Der Gletscher kalbt ständig große Eisbrocken, die durch den See ins nahe Meer geschwemmt werden. Ein faszinierendes Schauspiel und das Eis formt manchmal sonderbare Skulpturen.













Immer wieder konnten wir uns über den Anblick von Wasserfällen freuen, wahrscheinlich haben viele nicht einmal Namen, so zahlreich sind sie. Hier ist einer:





























Es fing dann leider bald an zu regnen, so konnten wir heute keine weiteren schönen Bilder für Euch machen. Einige Gletscherzungen konnten wir sehen und fuhren vor allem über laaaaaaaaange Strecken durch riesige Lavafelder und Tiefebenen, später dann an den Wasserfällen Skógafoss, Seljalandsfoss und Urriðafoss vorbei. Wir fahren im Sommer noch mal in diese Gegend und können dann bestimmt Bilder zeigen.

Jetzt gibt es als Ausgleich für die fehlenden Bilder der verregneten Strecke neu auf der Titelseite unserer Webseite (KLICK) eine Islandkarte, auf der Ihr unseren Weg ungefähr verfolgen könnt.

Im Westen ging es los, die weiße Linie zeigt Euch den bereits zurückgelegten Weg.












Ankunft auf Island und erste Etappe

Herausgegeben von Tina in Nach Ísafjörður · 13/5/2015 12:24:24
Tags: Island2015GufufossLagarfljótBreiðdalsheiði

Gestern morgen nach einer ziemlich schaukelnden Überfahrt sind wir angekommen: auf Island. Die Fähre von Tórshavn nach Seydisfjördur war ziemlich leer. Hier ein Bild von der Ausfahrt:













Die Insel hat ihrem Namen alle Ehre gemacht: schneeweiß, überall Schnee bei der Ankunft. Den Isländern reicht es wohl allmählich, Die Dame von der Einreiseabfertigung meinte: "Nein, es wird nicht schöner werden, es bleibt jetzt so, für immer." Der Winter dauert außergewöhnlich lange dieses Jahr.

Auch beim ersten Wasserfall, dem Gufufoss, war alles weiß.






Nach unserer ersten Übernachtung auf Island in Egilsstaðir - leicht verwundert, dass das Bett nicht schaukelt - ging es weiter und wir kamen zum Lagarfljót, einem langgestreckten See, in dem ein Seeungeheuer, Ormurinn, hausen soll. Sowas überprüfen wir natürlich sofort und siehe da, es stimmt, Bildbeweis anbei.









Nach dem ganzen Schnee an der Küste waren wir  recht überrascht, dass schon 60 / 70 km weiter nur noch hoch oben auf den Bergen Schnee lag, hier der zweite Wasserfall.













Unser weiterer Weg führte uns über die Hochebene Breiðdalsheiði. Überwiegend nur geschottert und noch mal eine Bestätigung, besser einen Geländewagen zu fahren. Die Ausblicke waren unfassbar schön und das Bild kann nur einen schwachen Eindruck davon geben:



Interessant ist auch Islands Vielfalt und Reichtum an Vögeln, nie haben wir so viele Schwäne gesehen wie heute an der Küste. Und hier ein - so denken wir - Rotschenkel:

















Als letztes für heute noch ein Bild von Meer, Bergen und Himmel an unserem Weg. Wir sind jetzt bei Höfn und übernachten dort.















Strandglas, Nationalhymne und mehr

Herausgegeben von Tina in Färöer · 10/5/2015 15:44:13
Tags: Island2015Färöer

Am der Küste von Tórshavn gibt es eine kleine Bucht, in der zwischen den Strandkieseln auch Strandglas zu finden ist. Ich habe fleißig gesammelt. und noch ein paar Sachen mitgenommen, Steine, Napfschnecken, Muschelteile. Mal sehen zu was ich die mal verarbeiten werde, Schmuck-Rohmaterial:











So sieht Tórshavn im Panorama aus. Ungefähr da, wo der grüne Pfeil ist, ist unser Apartment.


















Wer Lust hat, kann sich hier mal die Nationalhymne der Färöer anhören. Oft sind Nationalhymnen ja sehr militant, diese hier nicht:

Youtube-Video Färöer-Hymne

Und vor drei Tagen waren wir ja im historischen Museum und Volker hatte über die mündliche Geschichtsüberlieferung geschrieben. Heute habe ich das Video zum Färöischen Ringtanz und dieser Art der Geschichtsweitergabe auf Youtube gefunden, mit den färöischen Texten der Strophen und englischer Übersetzung. Da könnt Ihr dann auch mal färöisch hören. Wenn man das Video anhält und sich in Ruhe Original und Übersetzung anschaut, kann man sich durchaus ein paar Worte zusammenreimen:

Youtube-Video Ringtanz



Ausflüge mit Landschaft und mehr

Herausgegeben von Volker in Färöer · 9/5/2015 22:56:15
Tags: Island2015Färöer

Die letzten Tage waren wir wieder etwas mit dem Wagen unterwegs. Einmal waren wir ganz im Westen auf Vágar. Diese Insel ist mit einem Unterwassertunnel mit der Hauptinsel verbunden, so man von Hauptinsel reden mag, für den man auch Maut zahlen muss. Wir sind ganz bis nach Gásadalur gefahren, das ist der letzte auf den Färöer angeschlossene Ort, der 2006 einen einspurigen Tunnel bekommen hat. Ich finde aber den Wasserfall mit der Aussicht viel bemerkenswerter.




Auch hat man eine gute Aussicht
auf Mykines, nicht zu verwechseln mit Griechischen Liegenschaften, was auch eine Reise wert sein soll. Das haben wir nicht überprüft, es sieht jedenfalls märchenhaft aus.













Auf Tindhólmur soll der Sage nach einmal eine Familie gewohnt haben. Doch eines Tages habe ein Adler das Baby mit sich genommen und auf seinen Horst an die Spitze der Schäre, auf den Arnatindur, getragen. Bis die Mutter den Horst erreicht hatte, hatte der Adler das Kind schon getötet und ihm seine Augen ausgehackt. Seit der Zeit hat nie wieder jemand auf Tindhólmur gelebt und keiner hat den Arnatindur bestiegen. Naja, so geht die Saga, sieht jedenfalls beeindruckend aus.




Wir sind dann heute noch in Saksun gewesen, einem Ort, der am Ende der Welt zu liegen scheint. Die Zeit läuft hier jedenfalls anders und man hat das Gefühl, dass bald ein Langboot in den Fjord läuft. Wie immer eine grandiose Kulisse.



Einen kleinen Ausflug haben wir noch nach Tórshavn gemacht: Tag des Fisches - da bekommt man umsonst Fischgerichte - es war aber so voll, es gibt ja was umsonst, dass wir keine Lust auf das Anstehen hatten. Witzig war nur - wie ist das Auto auf diesen Parkplatz gekommen?












Zum Schluss noch ein schönes Panoramabild:




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